Veranstaltungen & Aktuelles
Kulturhistorisches Museum – Donnerstag, 03.12. – 12 Uhr
Die Führung in der Mittagspause.
Seltene Fotografien aus renommierten New Yorker Fotostudios zeigen Johann August Roebling und seine Familie. Die Aufnahmen dokumentieren den Aufstieg der Auswanderer und geben zugleich Einblick in das Leben im aufstrebenden Amerika des 19. Jahrhunderts.
Besonders Washington August und Emily Warren Roebling sind untrennbar mit der Geschichte der Brücke verbunden. Nach dem Tod von Johann August Roebling führten sie die Errichtung des weltberühmten Bauwerks mit außergewöhnlichem Engagement fort und brachten ihn erfolgreich zum Abschluss. So erzählen die historischen Fotografien nicht nur von einer außergewöhnlichen Familie, sondern verweisen zugleich auf die Entstehung eines der bedeutendsten Wahrzeichen New Yorks.
Eintritt und Führung: 2,00 €
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Mühlhäuser Museen um eine Anmeldung unter 03601 85660.
Kulturhistorisches Museum – Donnerstag, 05.11. – 12 Uhr
Die Führung in der Mittagspause.
Seit den 1950er Jahren erlangte Ammern einen hohen Stellenwert in der archäologischen Forschung. Neben den frühmittelalterlichen Grablegen sind die Gräber der sog. Aunjetitzer Kultur bekannt. In diesem frühbronzezeitlichen Bestattungsritual wurden jeweils zwei Erwachsene gemeinsam begraben. Diese wurden nicht nebeneinander, sondern übereinander bestattet. Bei Grabungen stieß man auf ein solches Grab – ein Sensationsfund, der die beiden Skelette „ins Rampenlicht“ rückte: Ihre Bergung war eine archäologische Besonderheit. Danach gehörten sie jahrzehntelang zu den Publikumsmagneten im alten Heimatmuseum. Mit dem Blick eines Restaurators untersuchen wir diese Art der Bestattung und tauchen in die Frühbronzezeit und die Geschichte der Archäologie ein.
Eintritt und Führung: 2,00 €
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Mühlhäuser Museen um eine Anmeldung unter 03601 85660.
Logenhaus, Mühlhausen – Mittwoch, 28.10. – 19:00 Uhr
Museen sammeln und bewahren Gegenstände mit großer Bedeutung für unser kulturelles Gedächtnis. In Ausstellungen und Publikationen machen Experten die Erkenntnisse zu diesen Gegenständen für die Öffentlichkeit zugänglich und bieten Deutungsmöglichkeiten an. Viele Menschen erinnern sich noch nach Jahren an den Besuch eines Museums und besonders auffällige Exponate in der Schulzeit und haben das darüber Gelernte fest im Gedächtnis verankert. Von fachlichen Autoritäten vermittelt und erklärt, prägen diese Informationen die kulturelle Identität der Menschen.
Manchmal stellt sich jedoch heraus, dass die Objekte nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Einige wurden falsch bestimmt, andere sind aber Kopien oder gar Fälschungen. Die Geschichten dazu zeigen, wie die »falschen Fuffziger« in renommierte Sammlungen kamen und dann durch Ihre Präsentation in Ausstellungen, Büchern oder im Internet bestimmte Sichtweisen geprägt haben. An ausgewählten Thüringer Beispielen machen wir dies deutlich:
So bestimmt die Wartburg und ihre Ausstattung das Bild der Deutschen vom Mittelalter und dem Leben auf der Burg. Dr. Grit Jacobs erzählt z. B. von einem Kästchen, das lange als eines der bedeutenden mittelalterlichen Stücke der Sammlung dort galt – zu Unrecht. Aber auch weitere Objekte der Sammlung erwiesen sich nicht als so alt wie angenommen. Der Nationalsozialismus wiederum nutzte verfälschte Geschichtserzählungen und fantasievolle Deutungen von Ausgrabungen für sein Geschichtsbild von Germanentum und die Idee von Blut und Boden. Dr. Holger Grönwald führte jüngst Ausgrabungen auf dem Kyffhäuser durch und konnte so ganz konkret die Verfälschung der Deutung der Burgen dort nachweisen. Und in Mühlhausen? In der Tradition der Stadtgeschichtlichen Museen bewahren die Mühlhäuser Museen Abgüsse der Figuren der Marienkirche auf. Im 19. Jahrhundert war der Gipsabguss ein verbreitetes Verfahren, die Skulpturen zu erhalten und Kopien als 1:1–Modelle zu verbreiten. Dr. Susanne Kimmig-Völkner zeigt, dass das Wahrzeichen der Stadt Mühlhausen dadurch viel in Deutschland herumgekommen ist und Eingang in das Geschichtsbild der Deutschen gefunden hat.
Egal ob Kopie, (Ver)Fälschung oder Irrtümer: Solche Narrative prägen die Identität der Bevölkerungen nicht nur vor Ort, sondern auch im nationalen Kontext. Diskutieren Sie mit den Podiumsgästen, wie Fälschungen oder Fehldeutungen Weltbilder und Wertvorstellungen prägen und welche Konsequenzen das auch für heutige Gesellschaften haben kann.
+ Dr. Holger Grönwald ist Archäologe und arbeitet vor allem in Mitteldeutschland als Ausgräber und in der archäologischen Forschung. Er ist Spezialist für die Archäologie des Mittelalters und für Burgenarchäologie. Forschungsschwerpunkte waren in den letzten Jahren Archäologie der Ottonenzeit und des Bauernkriegs.
+ Dr. Grit Jacobs ist Kunsthistorikerin und Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der Wartburg. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Architektur und Kunst des 19. Jahrhunderts. Sie gilt als die herausragende Expertin für die Architektur- und Baugeschichte der Wartburg und deren Ausstattung und zeichnet sich durch Beiträge zur Kultur der Reformation aus.
+ Dr. Susanne Kimmig-Völkner ist Kunsthistorikerin und Direktorin der Mühlhäuser Museen. Sie arbeitet vor allem über die Kunst- und Kulturgeschichte der Reformation, aber auch über Skulptur des Hochmittelalters in Deutschland und zur Frömmigkeitspraxis.
Moderation:
Dr. Nora Leske ist Historikerin, Fachreferentin Kunst bei den Mühlhäuser Museen und langjähriges Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte.
In Kooperation mit dem Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.
Museum St. Marien ꟾ Müntzergedenkstätte – Samstag, 24.10. – 19:30 Uhr
Orgelkonzert "4 Hände und 4 Füße".
An der Sauerorgel: Marius Beckmann und Moritz Unger
Visuelle Übertragung des Orgelspiels auf Videowand
Eine Veranstaltung der Stadt Mühlhausen
Tickets für alle Veranstaltungen in der Tourist Information Mühlhausen
Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche – Samstag, 24.10. – 14 Uhr
Halloween, Kürbisse und wahre Gruselgeschichten im Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche entdecken.
Zu Halloween ziehen Groß und Klein gemeinsam durch die Stadt und (ver)jagen die Angst. Gleich zwei Festtage verstecken sich hinter diesem neuen Brauch: Allerheiligen und Allerseelen. Zum Familiennachmittag wollen wir uns an die Verstorbenen der Bauernaufstände 1525 erinnern. Die Schlacht bei Frankenhausen, die Hinrichtung von Thomas Müntzer und der Tod vieler Aufständischer gehören zu wahren Schauergeschichten. Die Jüngeren können währenddessen im Klostergarten gruselige Kürbis-Fratzen schnitzen, die den Weg durch die dunklen Nachtstunden leuchten.
Eintritt und Führung: Erwachsene 15,00 € | ermäßigt: 10,00 € | Kinder (6-12 Jahre) 7,00 €
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Mühlhäuser Museen um eine Anmeldung unter 03601 85660.
Kulturhistorisches Museum – Mittwoch, 14.10. – 15 Uhr
Nachwuchskünstler erhalten Inspiration durch die vielfarbige Welt von Adolf Krause.
Ob Landschaften, Porträts oder politische Darstellungen, bei dem Maler Adolf Krause geht es immer farbenfroh auf der Leinwand zu. Auch mit über 90 Jahren hat sich das nicht geändert. Nachdem wir einige der Bilder auf uns wirken lassen und die Welt der Farbe erkundet haben, werden wir mit einer besonderen Kunsttechnik ein eigenes farbenfrohes Bild erschaffen. Die Technik ist besonders für „kleine“ Künstler geeignet.
Eintritt und Führung: Erwachsene 15,00 € | ermäßigt: 10,00 € | Kinder (6-12 Jahre) 7,00 €
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Mühlhäuser Museen um eine Anmeldung unter 03601 85660.