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Begegnungen | Räume | Menschen
Zum 90. Geburtstag von Adolf Krause
Kulturhistorisches Museum, 21.02.–31.05.2026
Das Œvre des Weimarer Malers Adolf Krause ist geprägt von Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Krause lässt persönliche Erlebnisse und eine intensive Auseinandersetzung mit der sich verändernden Gesellschaft gleichermaßen in sein Schaffen einfließen. Diese Vielschichtigkeit findet ihren Ausdruck von fein gearbeiteten Grafiken bis hin zu großen Leiwänden in leuchtenden Farben.
Anlässlich seines 90. Geburtstages zeigen die Mühlhäuser Museen, mit großzügiger Unterstützung des Freundeskreises der Mühlhäuser Museen, Bilder aus dem vielfältigen Werk Adolf Krauses.
Kulturhistorisches Museum – Mittwoch, 18.02. – 15 Uhr
Wie die Mühlhäuser vor über 700 Jahren Ritter aus dem Harz abwehrten und ihre Stadt vor den Feinden retteten, ist nur eine von vielen Geschichten der Schaubilder im Kulturhistorischen Museum. Die kleinen Zinnfiguren wirken in den einzigartigen Dioramen fast lebensecht. Jedes einzelne zeigt eine außergewöhnliche Geschichte. Im Anschluss an eine Führung darf ein eigenes Diorama gebaut werden.
Eintritt und Führung: Erwachsene 8 € | Kinder (4-14 Jahre) 2 € | Kinder bis 3 Jahre haben freien Eintritt
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um eine Anmeldung unter 03601/8566-0.
Die Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum ist um ein herausragendes Objekt reicher: ein gotisches Reliquienkreuz aus dem 14. Jahrhundert, das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten Mitteldeutschlands zählt. Es stammt vermutlich aus dem Kirchenschatz der Mühlhäuser Marienkirche. Der Schliff der verarbeiteten Edelsteine verweist auf eine Herkunft aus der Harzregion.
Das Altarkreuz besitzt eine stattliche Größe von 90 cm und eine Spannbreite von knapp 60 cm. Es besteht aus vergoldetem Kupfer und Silber. Prachtvolle Bergkristalle befinden sich an den Kreuzenden. Unter vier weiteren sind Heiligenbilder zu sehen. Die aufwendigen Reliefs und Gravuren auf beiden Seiten des Kreuzes nehmen Bezug auf die Evangelisten und die Legende des Heiligen Kreuzes, das im 4. Jahrhundert von der römischen Kaiserin Helena gefunden worden sein soll.
Dank einer Leihgabe der Evangelischen Kirchengemeinde ist es ab sofort im Kulturhistorischen Museum am Kristanplatz zu bestaunen. Zuvor wurde es in der Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ präsentiert.
Abbildung: Restauratorin Romy König-Weska und Direktorin Susanne Kimmig-Völkner vor dem Reliquienkreuz. Foto: Nora Hilgert, Mühlhäuser Museen
Ab sofort tragen das Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche und das Kulturhistorische Museum in Mühlhausen das bundesweit anerkannte Kennzeichen „Reisen für Alle“. Damit verfügen zwei weitere zentrale Kultureinrichtungen der Stadt über eine verlässliche Zertifizierung im Bereich Barrierefreiheit, die Reisenden detaillierte Informationen zur Nutz- und Erlebbarkeit bietet.
Im Vorfeld der Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ wurden in der Kornmarktkirche umfangreiche bauliche Maßnahmen umgesetzt, um den Museumsbesuch komfortabler zu gestalten und Barrieren abzubauen. Dazu zählen unter anderem die Modernisierung der Sanitäranlagen, der barrierefreie Zugang am Südportal sowie die Neugestaltung des Hofes mit Zugang zum Klostergarten.
„Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung ‚Reisen für Alle‘. Sie bestätigt unseren Anspruch, die Museen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Die umfangreichen baulichen Verbesserungen im Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche wären ohne die Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien nicht möglich gewesen – dafür sind wir außerordentlich dankbar. Mein besonderer Dank gilt auch der Thüringer Tourismus GmbH, die uns im Zertifizierungsprozess begleitet hat,“ so Dr. Susanne Kimmig-Völkner, Direktorin der Mühlhäuser Museen.
In Deutschland leben etwa 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Für sie sind detaillierte und verlässliche Informationen über die Nutz- und Erlebbarkeit touristischer Angebote eine wesentliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung. Dabei unterstützt ‚Reisen für Alle‘ – ein bundesweit anerkanntes Kennzeichnungssystem im Bereich Barrierefreiheit, das diese Informationen abbildet. Im Rahmen einer Kooperation mit der Bayern Tourist GmbH (BTG) setzt die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) dieses System in Thüringen um.
Peggy Fauß, verantwortlich für „Reisen für Alle“ bei der Thüringer Tourismus GmbH, betont:
„Gerade in der Welterberegion Wartburg Hainich und besonders in der Stadt Mühlhausen stehen diese Informationen zur Barrierefreiheit für viele touristische Einrichtungen wie die Thüringentherme, Tourist-Information und den Baumkronenpfad zur Verfügung. Damit machen nach ‚Reisen für Alle‘ gekennzeichnete Hotels, Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen die Stadt und Region zu einem Rundum-Erlebnis für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Viele andere haben sich damit gerade erst auf den Weg gemacht.“
Mit der Zertifizierung wird nicht nur die Attraktivität der Mühlhäuser Museen gestärkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu mehr Inklusion im Tourismus geleistet.
"Die Geschichte vom Kreutter-Claus und Thomas Müntzer" - Eine historische Erzählung aus der Zeit von Reformation und Bauernkrieg
Der Autor Thomas Kuschel erzählt von einer aufregenden Zeit und lässt den jungen Kreutter-Claus über seine spannende Begegnung mit Thomas Müntzer berichten. In den zwischen Harz und Thüringer Wald gelegenen Dörfern und Städten regt sich immer stärker der Widerstand, um gegen die herrschende Willkür und für Gerechtigkeit und Freiheit zu kämpfen. Der Regenbogen ist das Zeichen der Aufständischen, und der wortgewaltige Reformator Thomas Müntzer (um 1489-1525) ist ihr Hoffnungsträger.
Das Nachwort von Marion Dammaschke und eine Zeittafel informieren zusätzlich über Thomas Müntzers Leben.
Für Kinder ab 10 Jahren.
Thomas Kuschel:
Die Geschichte vom Kreutter-Claus und Thomas Müntzer
Historische Erzählung aus der Zeit von Reformation und Bauernkrieg.
Mit Illustrationen von Christa Unzer.
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Marion Dammaschke.
Arnstadt 2022, THK-Verlag
64 Seiten, ISBN 978-3-945068-76-2
EUR 14,90