Neu in der Dauerausstellung
Das Kulturhistorische Museum präsentiert ein 700 Jahre altes Altarkreuz
Kurzbeschreibung
Die Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum ist um ein herausragendes Objekt reicher: ein gotisches Reliquienkreuz aus dem 14. Jahrhundert, das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten Mitteldeutschlands zählt. Es stammt vermutlich aus dem Kirchenschatz der Mühlhäuser Marienkirche. Der Schliff der verarbeiteten Edelsteine verweist auf eine Herkunft aus der Harzregion.
Das Altarkreuz besitzt eine stattliche Größe von 90 cm und eine Spannbreite von knapp 60 cm. Es besteht aus vergoldetem Kupfer und Silber. Prachtvolle Bergkristalle befinden sich an den Kreuzenden. Unter vier weiteren sind Heiligenbilder zu sehen. Die aufwendigen Reliefs und Gravuren auf beiden Seiten des Kreuzes nehmen Bezug auf die Evangelisten und die Legende des Heiligen Kreuzes, das im 4. Jahrhundert von der römischen Kaiserin Helena gefunden worden sein soll.
Dank einer Leihgabe der Evangelischen Kirchengemeinde ist es ab sofort im Kulturhistorischen Museum am Kristanplatz zu bestaunen. Zuvor wurde es in der Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ präsentiert.
Abbildung: Restauratorin Romy König-Weska und Direktorin Susanne Kimmig-Völkner vor dem Reliquienkreuz. Foto: Nora Hilgert, Mühlhäuser Museen