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Heinz Zander, Schwangeres Sommerengelchen, Öl auf Hartfaser, 2018

Schönheiten und Ungeheuer - Sonderausstellung zum 80. Geburtstag von Heinz Zander

Kulturhistorisches Museum vom 14.04.2019 bis 21.07.2019

Die Ausstellung zeigt ca. 70 Gemälde und Zeichnungen vor allem aus Heinz Zanders jüngster Schaffensphase und ist dem Künstler darüber hinaus zum 80. Geburtstag gewidmet.

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Auszug Triptychon mit Einhornverkündigung, Erfurt um 1430/40

Premiumausstellung "Von Einhörnern und Drachentötern"

Museum St. Marien | Müntzergedenkstätte

Die im November 2018 eröffnete Premium-Ausstellung zeigt mittelalterliche Kunstwerke aus Thüringen. Die überregional bedeutende Sammlung der Klassik Stiftung Weimar wird in einem der größten gotischen Kirchenbauten Thüringens – der Mühlhäuser Marienkirche – für die kommenden Jahre museal präsentiert werden.

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Foto: "Christus in der Rast", Thüringen, um 1500

Luthers ungeliebte Brüder

- Alternative Reformationsideen in Thüringen

Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche

31.10.2016 - auf unbestimmte Zeit verlängert

Martin Luther hat Großes geleistet und eine Reformation der bestehenden Kirche angestoßen, die erst zu grundlegenden Veränderungen in Europa und schließlich in der ganzen Welt geführt hat. Jedoch ist diese niemals das Werk eines Einzelnen gewesen. Auch „Luthers ungeliebte Brüder“ kritisierten unter anderem den Ablasshandel und strebten eine reformatio an, eine Wiederherstellung der alten Ordnung und Schaffung einer neuen Grundlage des Lebens.

Mit ihren alternativen Reformationsideen wirkten sie insbesondere auch in Thüringen. Andreas Bodenstein von Karlstadt etwa, der Doktorvater Martin Luthers, predigte von Orlamünde aus gegen die Heiligenbilder in den Kirchen und Klöstern, was mancherorts zum Bildersturm führte. Einer seiner Anhänger war der erste Reformator der Stadt Creuzburg, Matthäus Hisolidus. Großen Einfluss hatte auch der Theologe und Reformator Jakob Strauß, der in Eisenach Zins und Wucher kritisierte und den „Wucherstreit“ entfachte. Einen Großteil seines Lebens in Haft in Eisenach und auf der Wartburg verbrachte der Täufer Fritz Erbe, weil er standhaft an seinem Glauben festhielt. In Mühlhausen beteiligten sich Heinrich Pfeiffer und Thomas Müntzer erst an den innerstädtischen Aufständen, dann zogen sie mit dem plündernden Haufen ins Eichsfeld. Zusammen mit zahlreichen Anhängern zog Thomas Müntzer schließlich nach Frankenhausen um mit anderen Thüringern gegen die fürstlichen Heere zu kämpfen.

Luther und seine engsten Mitstreiter gingen publizistisch teilweise massiv gegen diese „Schwärmer“ vor. Thomas Müntzer darf sogar als ein erstes Opfer lutherischer Propaganda gelten. In den berühmten Tischreden Martin Luthers werden auch die „ungeliebten Brüder“ nicht verschont.
Standen die theologischen Mitstreiter Martin Luthers, die von der reinen lutherischen Lehre abwichen oder eigene reformatorische Ideen verfolgten, bisher weitestgehend im Schatten des großen Reformators, soll in dieser Sonderschau, die eine bisherige Ausstellung zum Bauernkrieg in Thüringen ergänzt, an sie erinnert werden.